dass gleich etwas passieren würde, während ich in der Küche saß. Es war, als würde mich der Herr vorbereiten für das, was kommen sollte. Er rief mich im Geist auf einen Berg. Ich kletterte bis zur Bergspitze hinauf und wusste, dass ich auf dem Niesen stand mit Blick auf den Thunersee. Gott sprach mit mir: „Siehst du die Berge um dich herum? Ich bin der Herr über alles. Wenn auch euer Glaube klein ist wie ein Senfkorn, er wird schnell zunehmen. Ich bringe eine große Ernte, du kannst dir nicht vorstellen, wie groß. Sie ist auf dem Weg. Ein Senfkorn genügt.“


Ich schaue vom Niesen über die ganze Schweiz. Die Berggipfel und die Täler erscheinen mir wie ein Reliefbild in 3D-Format. Dann sehe ich eine einzelne Senfkornpflanze in der Region Bern schnell in die Höhe wachsen, weit über die Berge und die Schweiz hinaus sichtbar. Dann höre ich es ploppen, und es regnet Senfsamen. Sie kugeln über die ganze Schweiz und verteilen sich in jeder Vertiefung und jedem Tal zwischen den Bergen – die Saat der Erweckung. Es beginnt stark zu regnen.


Dann gibt es einen Szenenwechsel. Der Boden ist trocken und voller Risse, wie in der Wüste. Ich denke, er symbolisiert den geistlichen Boden der Schweiz. Die Senfkornsamen fallen in die Ritzen und Furchen und gehen auf. Grüne Sprösslinge wachsen dicht verteilt heran. Von oben sieht die Schweiz aus wie ein grüner Teppich, nur noch einzelne Bergspitzen sind knapp sichtbar, so dicht ist die aufgegangene Saat. Ich spüre den Heiligen Geist sehr stark, wie einen starken Wind, der durch unser Land weht.


Genau an dieser Stelle, an der zuvor die große Senfstaude war, schnellt plötzlich ein Rohr aus dem Boden in die Höhe, von weitem sichtbar. Wieder spüre ich Gottes Kraft sehr stark. Jetzt wird sichtbar, dass das Rohr rundherum voller Löcher ist, aus denen Wasser spritzt und die Pflanzen rundherum bewässert. Es rotiert, und das Wasser spritzt aus den Öffnungen und erreicht die Grünpflanzen nah und fern – ein Bewässerungssystem! Ich glaube, die Region Bern ist ein geistliches Zentrum. Zudem schießen überall in der Schweiz ähnliche Bewässerungsrohre in die Höhe. Die Zentren der Erweckung multiplizieren sich.


Dann sehe ich, wie das Gras verdorrt, nachdem der Samen in die Erde gefallen ist. Der Boden ist übersät mit Senfkornsamen. Menschen kommen mit Saattaschen von überall her und füllen sie mit Senfsamen. Die Senfsamen werden in Gläser gefüllt und in einem Reisekoffer mitgenommen. Die Saat der Erweckung wird in die Nationen getragen.


Cornelia P.